Traum? Reise! Kuba unser größtes Abenteuer… Trinidad

Der Asphalt flimmert und die Sonne brennt gnadenlos als wir uns in Cienfuegos über einen kleinen Markt schieben. Das Städtchen hat definitiv Charme, aber es geht kein Lüftchen und die Hitze steht in den Straßen. Wir schleppen uns noch ein wenig durch die Stadt, machen uns nach einem kurzen Fotostopp aber schnell wieder auf den Weg…

Cienfuegos - life is a journey

…denn es soll nach Trinidad gehen wo wir ein paar Tage verbringen möchten. Doch lange im Auto halten wir es nicht aus und folgen einem Tipp beim Campismo Villa Guajimico Halt zu machen um ein bisschen zu schnorcheln. Eine solch schöne Anlage mit einer wirklich gut bestückten Bar inkl. Postkartenaussicht hatten wir gar nicht erwartet und so vertrödeln wir hier den halben Tag im Wasser und an der Bar und zwar vollkommen allein! Wer also nicht bis Trinidad durchfahren möchte kann hier bestimmt auch gut übernachten… es sah auf jeden Fall alles sehr hübsch aus!

Bar campismo - Life is a journey

Trinidad selbst hat uns von der ersten Sekunde an überzeugt. Hier hätten wir ewig bleiben können! Berauscht vom herzlichen Empfang in unserer Casa Particular und dem ersten Mojito genießen wir die besondere Stimmung in der Stadt und auf dem Plaza Major.

Unser Abendessen arrangieren wir bei unserem Gastgeber dem Dottore , der extra einen Koch für uns besorgt… Voller Spannung, ob es nun also Reis mit schwarzen Bohnen oder vielleicht doch etwas anderes geben sollte, nippen wir also an unseren Mojitos während wir im Schaukelstuhl im Innenhof unserer Kolonialvilla warten. Ich finde, es gibt durchaus schlimmere Schicksale! Und so viel kann ich sagen…das Essen war so gut, dass wir auch direkt für die nächsten Abende den Koch in Anspruch nahmen, der dann extra und exklusiv für uns die leckersten Sachen zubereitet hat! Nach den vielen unfreiwilligen Reisgerichten das reinste Schlaraffenland!

Schnell waren wir mit dem Koch im Gespräch und bei Zigarren und Mojito hörten wir ihm die halbe Nacht zu, wie er von seinem Leben im Kuba, der Hassliebe zum Regime, seinem unerfüllbaren Fernweh und seinen Kindern erzählt. Auch unsere Gastgeber kommen dazu und wir fühlen uns trotz der ein oder anderen Sprachbarriere wir zu Hause! Eine gewisse Melancholie schwingt immer mit, aber am Ende beteuern uns alle drei glaubhaft, dass sie glücklich sind… und das glauben wir spätestens als wir noch spät zur Treppe vor der Casa de la Musica aufbrechen und die Einheimischen beim Salsa Tanzen beobachten. Am dritten Abend trauen auch wir uns dann, wieder mal berauscht vom vielen Mojito und ohne jegliche Salsa Kenntnisse, in die Menge. Was für ein Spaß!

Trinidad Casa dela Musica - Life is a journey

Am nächsten Tag erzählt uns unser Gastgeber vom Schwager seiner Cousine, der wiederum einen Sohn hat dessen Freund (vielleicht ging es auch noch weiter…) Pferde hat und das der mit uns einen Ausflug machen könnte. Nach unserem Reitausflug in Vinales fühlen wir uns dem gewachsen und stimmen selbstverständlich zu. Was folgt ist ein individueller Ausflug durch eine atemberaubende Landschaft. Unser Guide ist blutjung aber unglaublich nett und erklärt uns, unter anderem mit Händen und Füßen, alles über die hiesige Flora und Fauna. Wir probieren Früchte die ich im Leben noch nicht gesehen habe und machen Halt bei verwandten Zuckerrohrbauern, die uns mit frischen Mangos versorgen und ein spontanes Ständchen über uns dichten. Wir schwimmen in versteckten Naturpools und lassen den Abend in unserer Casa ausklingen… besser geht’s nicht!

Den nächsten Tag wollen wir uns von unseren Strapazen erholen und machen uns mit dem Auto auf dem Weg zum nah gelegenen Strand, der Playa Ancón. Der schöne weiße Sand lädt zum faulen Strandtag ein, aber wir entscheiden uns doch spontan mit dem Katamaran auf eine weiter entfernte Insel zu fahren. Der Ausflug ist sehr entspannt und wir können vor Ort fast alleine schnorcheln und die wirklich unglaublich riesigen Leguane und Einsiedlerkrebse beobachten. Erst hier merken wir, dass wir keine Speicherkarte in der Kamera haben … daher gibt’s die Bilder leider nur noch in unserer Erinnerung. Am nächsten Morgen steht uns der Abschied von unserer Gastfamilie bevor, aber wir nutzen die frühen Morgenstunden ohne Touris für einen Abstecher ins Museo Historico Municipal. Vom Turm des Museums aus soll man nämlich einen tollen Blick in die Umgebung haben… und wir werden wirklich nicht enttäuscht!

Turm Trinidad - life is a journey

Auf dem kleinen Markt kaufen wir noch ein paar Souvenirs und jetzt heißt es leider wirklich Abschied nehmen. Die beiden überraschen uns mit einem kleinen Brief den sie für uns mit geballten Englischkenntnissen geschrieben haben und nach einem letzten Erinnerungsfoto trennen wir uns schweren Herzens.

Casa Particulare Dottore - life is a journey

Unser Ausflug nach Topes de Collantes mit Wanderung zum Salto di Caburni, den Aufenthalt im Norden und natürlich viele nützliche Tipps für eine Reise nach Kuba gibts dann im nächsten Beitrag!

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