Ein Wochenende in Palma… wenn die Mutter mit der Tochter

Palma Strand - Life is a Journey

„Wat määt hä dann jetz Inge?!“ „Hä fäht de Föös eruss, Hubert…“ *

Sitzt man in der Maschine von Köln nach Palma um 05:20h am Samstagmorgen dann wird man mit großer Wahrscheinlichkeit Zeuge dieser unfreiwillig komischen Dialoge. Auch das längst ausgestorben geglaubte, euphorische Klatschen kann man hier noch vernehmen, sobald der Flieger aufgesetzt ist. Was vor mir liegt ist ein Wochenende auf der Sonneninsel Mallorca mit meiner Mutter: Shopping, Sonne, Tapas und mallorquinischer Wein! Kurz bin ich versucht selber in den albernen Applaus mit einzustimmen so groß ist die Vorfreude, ich komme aber noch rechtzeitig zur Vernunft und kann mich gerade noch zusammenreißen… Hier kommen also meine besten Tipps für ein entspanntes Wochenende in Mallorcas wunderschöner Hauptstadt Palma!

Palma- Life is a Journey

Wenn man wie wir einen der frühen Flieger nimmt, ist man bereits um 07:30h am Flughafen und kann in den Tag starten. Die Buslinie 1 fährt im 15 min. Takt vom Flughafen nach Palma und bringt uns blitzschnell, unkompliziert und sehr günstig in die Stadt. In der Nähe der Kathedrale steigen wir aus und versuchen unsere Kabinentrolleys möglichst leise durch die Altstadt zu ziehen, die um 8:30h noch komplett im Schlaf versunken scheint. Die meisten Fensterläden sind noch geschlossen, die kleinen Gassen sind frisch gereinigt und das urige Kopfsteinpflaster macht eine lautlose Fortbewegung leider vollkommen unmöglich… irgendwann müssen die ja auch mal aufstehen!

Mittendrin mit Blick auf die imposante Kathedrale und damit wunderbar zentral liegt das kleine Altstadthotel Dalt Murada. Nach ein paar Orientierungsproblemen finden wir den Eingang und werden freundlich empfangen. Spätestens jetzt holt mich ein kleines Problem ein welches ich schon auf Kuba unterschätzt habe… ich kann kein spanisch! Ich lasse meine geballten Kenntnisse raus und muss daher nach dem „Buenos Dias“ bereits ins englische wechseln… uns wird trotzdem für 10:00h schon ein Zimmer versprochen. Wir machen uns also erst einmal auf den Weg um in der nächsten Bar einen Café con leche und eine Ensaimada zu frühstücken, ein typisch mallorquinisches Gebäck in Schneckenform mit lecker Puderzucker… das müsst ihr unbedingt probieren!

Palma Frühstück - Life is a Journey

Frisch gestärkt und mit Koffein versorgt beobachten wir von unserem Platz in der Bar wie die ersten Reisegruppen Richtung Kathedrale strömen. Da wir noch ein bisschen Zeit haben, schießen wir ebenfalls erste Erinnerungsfotos und besuchen das Schwanenpaar am Teich der Gartenanlagen „S’Hort del Rei“ am Almudaina-Palast gleich neben der Kathedrale.

Schwäne Palma - Life is a Journey

Zurück im Hotel begutachten wir unser Zimmer. Es ist klein, hat aber eine schöne, ruhige Lage mit Blick in den Innenhof mit seinen Orangenbäumen und natürlich auf die allgegenwärtige Kathedrale. Eine Anmerkung kann ich mir hier jedoch nicht verkneifen denn als wir das gesehen haben, wurde herzlich gelacht: Da es sich bei der Badezimmertür lediglich um so etwas wie eine Wandschranktüre handelt sollten frisch verliebte Paare denen ein wenig Privatsphäre im Bad wichtig ist ggf. ein größeres Zimmer mieten…

Zimmerausblick Dalt Murada - Life is a Journey

Jetzt aber keine Zeit mehr verlieren, Palma ist ein Shopping Paradies und die ersten Läden haben bereits aufgemacht! Vom Hotel aus erreicht man alles ganz bequem zu Fuß und wir lassen uns daher die nächsten Stunden durch die vielen Altstadtgassen treiben. Wir stöbern in kleinen individuellen Lädchen und Boutiquen und besuchen hinter dem prächtigen Placa Major auch die großen Flagstores in der Carrer Sindicat wie Desigual oder Pull and Bear. Aber Vorsicht… in dem Gassen- und Straßenwirrwarr kann man sich schnell verlaufen!

Gegen 13:30h zwingt uns der Hunger zu einer Shoppingpause. Eine super Anlaufstelle ist in Palma das Lizzaran, denn hier gibt es mittags unendlich viele, leckere Pintxos. Das sind kleine Snacks, die man sich direkt von der Theke nimmt. Abgerechnet wird am Ende anhand der Anzahl Zahnstocher. Dazu ein erfrischendes Shandy – Bier mit Zitronenlimonade – und das urige Ambiente… was will man mehr!

Pintxos Lizzaran - Life is a Journey

Wir setzen die Shopping Tour noch ein wenig fort und entscheiden uns am Nachmittag für eine verspätete Siesta auf der Dachterrasse des Hotels. Schließlich soll man sehen, dass wir in der Sonne waren! An den kunstvoll aufgetürmten Eisbergen bei Gianni L. kommen wir allerdings vorher einfach nicht vorbei. Ausgeruht und aufgehübscht geht’s dann abends zum Jachthafen wo wir im Pesquero mit Blick aufs Wasser einen riesigen Aperol Spritz Aperitif in der Abendsonne genießen.

Jetzt ist aber langsam Tapas Zeit! Für spanische Verhältnisse kommen wir um kurz nach 20h früh im Restaurant La Boveda an und können so noch ein paar Plätze an der Bar sichern. Wenn man nur zu zweit ist mein klarer Tipp! Denn so kann man die Tapas sehen, die die Küche verlassen und einfach selber bestellen, was am leckersten aussieht… und das ist eine ganze Menge!

Palma La Boveda - Life is a Journey

Auch wenn die Tapas hier vielleicht ein bisschen teurer sind als in anderen Bars, der Gitarrist sorgt für Urlaubsstimmung, das Essen ist unschlagbar gut und der Wein köstlich… hier stimmt das authentische Gesamtpaket! Und obwohl wir heute Morgen noch mit Inge und Hubert im Flieger saßen, fühlt es sich schon an wie Urlaub! Was für ein schöner Tag!Ausblick alte Stadtmauer - Life is a Journey

Den nächsten Morgen lassen wir entspannt angehen und frühstücken erst einmal unter Orangenbäumen im Innenhof. Der Flieger geht erst am Nachmittag uns so entscheiden wir uns für einen Spaziergang über die alte Stadtmauer unterhalb der Kathedrale bis zum Strand. Wir schauen uns die Beach Clubs Anima und Nassau an und bleiben im weniger versnobten Anima hängen, wo wir mit Drinks die Aussicht und das Ende unseres Trips genießen…Anima Beach - Life is a Journey

Mein Fazit: Palma als Wochenendtrip… zur Nachahmung dringend empfohlen!

Palma Strand - Life is a Journey

* Übersetzung für alle nicht Kölner: „Was macht der denn jetzt, Inge?“ „Der fährt die Füße raus, Hubert“ (beim Landeanflug auf Palma während das Fahrwerk ausgefahren wird)

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar