Küss d’Hand, gn’ä Frau! Ein Kurztrip nach Wien…

… oder die Geschichte vom Kleinen Braunen, dem Wiener Schmäh und richtig gutem Schnitzel!

Gedämpft hört man das Hufgeklapper der Pferdekutschen im Inneren des Cafés, in der Nase der frische Duft von Brötchen und Kaffee. Durch das Fenster schaut man auf den Michaelerplatz und die Hofburg … besser kann ein Tag in Wien eigentlich nicht beginnen finde ich! Ich sitze im Café Griensteidl meiner Lieblingsadresse wenn es darum geht standesgemäß in Wien zu frühstücken. Natürlich bestelle ich einen „Kleinen Braunen“ oder eine „Melange“ wie es sich gehört und fühle mich schon fast zugehörig zu den vielen Einheimischen die hier gerne ein-und ausgehen.

Wien Café Griensteidl quer - Life is a journey

Ein Wochenendtrip nach Wien lohnt sich zu jeder Jahreszeit und da hier alles recht zentral liegt, hat man wirklich nie das Gefühl in Sightseeing Stress zu verfallen. Ganz nebenbei erwähnt sind die Wiener so charmant, dass es mich immer wieder her zieht. Nach einem gelungenem Start im Café Griensteidl geht’s also los…

Wien Fußgängerzone - Life is a journey

Schnell muss ich neidlos feststellen: Wien ist definitiv und in jeder Hinsicht hübsch! Also nicht durch die Gassen hechten …sondern genießen. Vom Café aus schlendert man vorbei an barocken Häuserfassaden – in denen selbst großen Ketten wie H&M edel wirken – durch die Fußgängerzone direkt zum Stephansdom. Im Nordturm gibt es einen Aufzug der einen weit über die Dächer Wiens fährt… zur Pummerin! Das ist nicht etwa eine vollschlanke Dame sondern Österreichs größte Glocke. Aber neben dem herrlichen Ausblick auf Wien ist die schon fast Nebensache! Wieder unten angekommen kann man einen Abstecher in den „Manner“ Laden auf der Ecke machen und die vielen hier aufgereiten Pferdekutschen bestaunen… eine Fahrt lohnt sich meiner Meinung nach nicht wirklich.Wien Stephansdom - Life is a journey

Weiter durch die Fußgängerzone vorbei am Hotel Sacher und der Staatsoper mache ich mich auf den Weg zum Naschmarkt. Ein Duft-Mix aus frischem Gebäck, Gebratenen, Falafel und Co. steigt mir in die Nase…  “hatte ich nicht eben erst gefrühstückt?!“ Egal, ein Aperol Spritz und ein paar Oliven gehen immer… schließlich ist das hier Urlaub! Sitzen, beobachten und genießen! Wahrscheinlich esse ich so wahnsinnig gerne auf meinen Reisen, weil man dabei am meisten über Land und Leute lernt… in dem Sinne „Mahlzeit!“

Wien Naschmarkt - Life is a journey

Gut gestärkt setzte ich den Spaziergang fort und komme über den Maria-Theresien-Platz vorbei an den beeindruckenden Museen zur Hofburg. In der Weihnachstzeit ist hier ein wunderschöner Weihnachtsmarkt und auch das Rathaus in unmittelbarer Nähe bietet im Winter (Januar-März) eine wirkliche Attraktion: Den Wiener Eistraum. Hier kann man statt im Kreis zu laufen sein Schlittschuhtalent auf einen knapp 800m langen Parcours im romantischen Ambiente unter Beweis stellen.

Wien Rathaus Eistraum - Life is a journey

Jetzt ist mein Gewissen rein, denn nach dieser sportlichen Aktivität kann ich mich nach einem kurzen Boxenstop im Hotel auf den Weg zum Abendessen machen. Das Figlmüller in der Wollzeile ist eine Wiener Institution und feste Anlaufstelle für mich wenn es um das typische Wiener Schnitzel geht… unbedingt früh genug reservieren! Wenn das pizzagroße Schnitzel dann vor mir auf dem Tisch steht und über meinen Tellerrand hängt weiß ich zwar genau, dass ich es auch dieses Mal nicht schaffe, aber freue mich dann auch schon auf die Tüte um den Rest mitzunehmen auf der steht „man trägt wieder Schnitzel“ …hahaha…

schnitzel-fiflmüller-wien-life-is-a-journey-web

Jetzt ist ein kleiner Spaziergang genau richtig und da ich kein Freund von planlosen Rumlaufen bin brauche ich ein Ziel: Die Skybar! Vom Figlmüller in 10 Minuten zu erreichen bringt mich ein Aufzug in die Bar. Hier gibt es phantastische Cocktails, einen tollen Ausblick auf das Dach des Stephansdoms und manchmal auch Live-Musik. Der perfekte Ort um den Tag ausklingen zu lassen!

Wien Belvedere - Life is a journey

Meinen zweiten Tag beginne ich nach dem Frühstück im Hotel mit einem Ausflug zum Schloss Belvedere. Das liegt quasi in der Innenstadt und ist daher schnell zu erreichen (am besten Ostbahnhof). Hier liegt mir heute Morgen Wien – im wahrsten Sinne des Wortes – zu Füßen. Durch den Park arbeite ich mich abwärts und dann zurück in die Stadt zum Hotel Sacher. Man sollte Wien wirklich nicht verlassen ohne hier ein obligatorisches Stück Torte im urigen Café Sacher zu probieren! Papp satt entschließe ich mich wirklich nie wieder etwas zu essen …

Wien Sacher - Life is a journey

Mein nächstes Ziel ist der Wiener Prater mit seinem Vergnügungspark und dem berühmten Riesenrad. Auf dem Weg dorthin schaue ich mir jedoch noch das viel gemalte und fotografierte Hundertwasserhaus an. Denn vom Schwedenplatz aus kann man mit der Bim (Straßenbahn) zum Prater fahren und kommt ganz praktisch hier vorbei! Ja, und das Hundertwasserhaus… hab ich mir irgendwie bunter vorgestellt… Also schnell wieder rein in die Bahn und weiter!

Wien Hundertwasser - Life is a journey

Nach einem kurzen Spaziergang durch die riesigen Parkanlagen erreiche ich den Vergnügungspark. Man merkt, dass die meisten Fahrgeschäfte ihre Blütezeit definitiv schon hinter sich haben, aber genau das macht einen ganz besonderen Charme aus. Eigentlich war ja nur das Riesenrad geplant… aber ich kann nicht widerstehen und quetsche mich zusammen mit meinem Mann in eine antiquierte Version der wilden Maus. Wir lachen bis uns der mit Sachertorte vollgestopfte Bauch schmerzt…. herrlich! Jetzt aber das Riesenrad und das ist eigentlich so wie man es sich vorstellt: Aus den wunderbar altmodischen Gondeln kann man in Ruhe den schönen Ausblick genießen!

Wien Riesenrad Prater - Life is a Jorney

Auch wenn es schwer fällt muss ich feststellen, dass das Wochenende viel zu schnell vorbei ging und wir müssen uns langsam wieder auf den Rückweg machen! Aber ich bin mir ganz sicher… mein nächster Besuch liegt nicht in weiter Ferne!

Anbei noch ein paar nützliche Tipps:

Flughafentransfer: Wir haben die besten Erfahrungen mit der S7 (Schnellbahn € 4,00 für 2 Zonen) und dem Flughafenbus (€ 7,00) gemacht. Es gibt auch noch die so genannte CAT (City Airport Train) für € 9,00 die wir allerdings noch nicht getestet haben. Alles ist leicht zu finden und am Flughafen super ausgeschildert.

Was machen bei Regen? Für den Fall das es regnen sollte hat man in Wien noch zahlreiche Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Unsere Highlights waren hier die Kaisergruft, die Globenausstellung im Prunksaal der Nationalbibliothek und ein Besuch im Sisi Museum.

Schloss Schönbrunn: Wenn man ein bisschen mehr Zeit hat, sollte man einen Abstecher nach Schönbrunn machen. Die Sommerresidenz der „Habsburger“ vermittelt echtes Sisi Flair und in den weitläufigen Parks fühlt man sich beim Lustwandeln schon selber ziemlich königlich!

Wien Schönbrunn - Life is a journey

 

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Reiseleiterin,

    Mir kommt das irgendwie bekannt vor.
    Jetzt weis ich auch wo ich diese „Schnitzel Tüte“ her habe.

    Wenn man Wien so kennen lernt muß man es einfach mögen.

    Liebe Grüße….

  2. super Bericht. Bin selber schon in den Genuss von Wien gekommen und habe die Tips von Simone schon zum Großteil umgesetzt und kann die Stadt nur jedem empfehlen. Naschmarkt ist unbedingt ein Muss und man wünscht sich in Wien zu wohnen, damit man das immer haben kann 😉